Mittwoch, 16. März 2016

Death Valley (16. März)

An diesem Tag erwartete uns ein Abenteuer im Death Valley National Park. Auf dem Weg von Las Vegas zum Tal des Todes durchquerten wir totale Einsamkeit gespickt mit fabelhaften Felsformationen. Wir näherten uns dem Park aus östlicher Richtung und kamen leider nicht am Visitor Center vorbei, wo wir eine Karte mit interessanten Informationen über den Park hätten erhalten können. Unser Reiseführer half uns jedoch weiter und so hangelten wir uns von einem Sternchen zum nächsten. Begonnen hatten wir mit der Fahrt zum 1670 m hohen Dante’s View, von dem wir einen Blick auf das Death Valley hatten. In nördliche Richtung fuhren wir zum Twenty Mule Team Canyon, dem Zabriskie Point und dem Golden Canyon. Wir durchwanderten den Golden Canyon in der brütenden Hitze, denn versprochen wurde hier die Red Cathedral, ein rotgetünchter Felsen. Als wir den Felsen geradeso erspähten, war es das Zeichen zur Umkehr, da die Hitze wirklich drückend war und wir nur eine kleine Wasserflasche dabei hatten. Im Auto gab es trotz Klimaanlage nicht die ersehnte Abkühlung. Als nächstes fuhren wir zum Badwater, das mitten im Death Valley gelegen ist. Hier befanden wir uns 85.5 m unter Normalnull, womit es sich um den tiefsten Punkt des nordamerikanischen Festlands handelt. Wie auf den Fotografien zu erkennen ist, handelt es sich bei dem Tal des Todes um einen ausgetrockneten Salzsee. Wir spazierten auf einer dicken auskristallisierten Salzschicht bis es uns unerträglich heiß wurde, auch wenn es keine 30°C gewesen sein können. 
Normalerweise halten die hohen Gebirgszüge zwischen Tal und Pazifik die Niederschläge fern. Doch eine Woche vor unserem Besuch hatte es (wie wir Spiegel Online Nachrichten der Rubrik Wissenschaft entnehmen konnten) seit zehn Jahren zum ersten mal wieder geregnet. Die Wüste blühe, hieß es und tatsächlich sahen wir am Wegesrand gelbe und violette Blümchen. Auf dem Rückweg fuhren wir den Artist Drive entlang, der für seine malerischen Felsfarben bekannt ist. Wir bemühten uns gegen 17.30 Uhr den Park zu verlassen, da unser Hotel in weiter Ferne war. Die Rückfahrt war abenteuerlich über unzählige Serpentinen und wir hatten unnötig Sorge eine Tankstelle zu finden. Erst zur sehr späten Stunden kamen wir im Hotel Howard Johnson in Bakersfield an und fielen müde ins Bett. 
Dante's View



Dante's View mit Badwater Basin im Hintergrund




Golden Canyon mit Red Cathedral





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