Sonntag, 27. März 2016

Big Sur (27. März)

Am Sonntag ging es die Pazifikküste entlang in Richtung Süden. Wir kamen erneut an Carmel vorbei und folgten dem Küstenstreifen Big Sur, der ca. 100 km Küstenlinie umfasst. Eine schroffe Felsküste mit einer geringen Bevölkerungsdichte vermittelten uns das Gefühl einer nahezu unberührten Natur. Diese Strecke gehört nicht umsonst zum schönsten Abschnitt des Küstenhighway No. 1. Es ging durch Eukalyptushaine und durch zahlreiche Kurven und Brücken an der Steilküste entlang. Unterwegs gab es unzählige Vista Points, an denen wir halten konnten, um die unberührte Landschaft zu beobachten und fotografisch festzuhalten. Kurz vor San Simeon staunten wir nicht schlecht, als wir einer großen Kolonie von See-Elefanten begegneten. Unzählige Nördliche See-Elefanten (Mirounga angustirostris) tummelten sich hier am Point Piedras Blancas, räkelten sich in der Sonne und gaben Laute von sich. Diese imposanten Tiere bildeten eine große Kolonie für die dreimonatige Paarungs- und Wurfzeit und ließen sich unmittelbar aus der Nähe beobachten. Von hier waren es nur noch fünf Meilen zum Hearst Castle Historic Monument, das wir zwar von vornherein nicht besichtigen wollten, auf das wir jedoch zumindest einen Blick erhaschen wollten. Bei der Anfahrt aus der Ferne gelang es uns auch ganz gut. Als wir jedoch dieses schlossartige Anwesen ansteuerten, wurde uns bewusst, dass das Gelände hermetisch abgeriegelt ist und ohne Eintritt nichts zu holen sei. So fuhren wir die Südküste weiter und machten einen Halt in der Morro Bay, eine kleine Hafenstadt. Der Name der Stadt geht auf den Vulkankegel zurück, der 176 m aus dem Pazifik ragt.
Abends kamen wir endlich in der Kleinstadt Lompoc ein, die nur wenige Kilometer vom Pazifischen Ozean entfernt ist. Gefühlt konnte man an diesem Sonntagabend nicht viel machen und gebucht hatten wir in Lompoc eine Unterkunft nur des günstigen Preises wegen. 

Big Sur



Balanceakt


Nördliche See-Elefanten
Moro Rock

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