Am Sonntag ging es die Pazifikküste entlang in Richtung
Süden. Wir kamen erneut an Carmel vorbei und folgten dem Küstenstreifen Big
Sur, der ca. 100 km Küstenlinie umfasst. Eine schroffe Felsküste mit einer
geringen Bevölkerungsdichte vermittelten uns das Gefühl einer nahezu
unberührten Natur. Diese Strecke gehört nicht umsonst zum schönsten Abschnitt des
Küstenhighway No. 1. Es ging durch Eukalyptushaine und durch zahlreiche Kurven
und Brücken an der Steilküste entlang. Unterwegs gab es unzählige Vista Points,
an denen wir halten konnten, um die unberührte Landschaft zu beobachten und
fotografisch festzuhalten. Kurz vor San Simeon staunten wir nicht schlecht, als
wir einer großen Kolonie von See-Elefanten begegneten. Unzählige Nördliche
See-Elefanten (Mirounga angustirostris) tummelten sich hier am Point
Piedras Blancas, räkelten sich in der Sonne und gaben Laute von sich. Diese
imposanten Tiere bildeten eine große Kolonie für die dreimonatige Paarungs- und
Wurfzeit und ließen sich unmittelbar aus der Nähe beobachten. Von hier waren es
nur noch fünf Meilen zum Hearst Castle Historic Monument, das wir zwar von
vornherein nicht besichtigen wollten, auf das wir jedoch zumindest einen Blick erhaschen
wollten. Bei der Anfahrt aus der Ferne gelang es uns auch ganz gut. Als wir
jedoch dieses schlossartige Anwesen ansteuerten, wurde uns bewusst, dass das
Gelände hermetisch abgeriegelt ist und ohne Eintritt nichts zu holen sei. So fuhren wir die Südküste weiter und machten einen Halt in der Morro Bay, eine
kleine Hafenstadt. Der Name der Stadt geht auf den Vulkankegel zurück, der 176 m aus
dem Pazifik ragt.
Abends kamen wir endlich in der Kleinstadt Lompoc ein, die nur
wenige Kilometer vom Pazifischen Ozean entfernt ist. Gefühlt konnte man an
diesem Sonntagabend nicht viel machen und gebucht hatten wir in Lompoc eine
Unterkunft nur des günstigen Preises wegen.
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| Big Sur |
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| Balanceakt |
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| Nördliche See-Elefanten |
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| Moro Rock |
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